Bewertung:  / 7
SchwachSuper 
Als leichter Außenseiter nach Verden gereist, freuten wir uns am Ende über einen 9:6-Erfolg und haben uns damit erst mal in der oberen Tabellenhälfte festgesetzt. Noch vor dem Spiel hielt sich die Lust eher in Grenzen. Da waren dann auch schon Sätze wie "Wollen wir nicht einfach so essen gehen" von Inken zu hören. Und der eine oder andere war nicht mal abgeneigt. Aber ganz so einfach ist es dann ja auch nicht und ein Essen muss sich ja auch verdient werden. Und ausgerechnet Inken, die der Halle ja lieber sofort den Rücken gekehrt hätte, trat mit gutem Beispiel voran und hatte maßgeblichen Anteil am späteren Erfolg.

Aber der Reihe nach: Wieder einmal gingen die ersten beiden Doppel verloren. Dabei hatten Gunnar und Jan-Thomas durchaus ihre Chancen gegen Verdens Spitzendoppel. Letztlich fehlten beim 1:3 nur Kleinigkeiten. Nur gut, dass es Artur und Inken besser machten und auf 1:2 verkürzten. Klaus glich im Anschluss in souveräner Manier gegen Konrad aus. Hatte der Verdener Klausis Topspins im Doppel noch mit einer unglaublichen Selbstverständlichkeit reihenweise geblockt, gelang ihm das im Einzel nicht. Gunnar zwang Rudek zumindest in den fünften Satz, doch zu mehr reichte es nicht - 2:3. Nachdem Artur deutlich verloren hatte, strapazierte Inken unsere Nerven aufs Äußerste. Dabei schien sie gegen Abwehrspieler Ludwig im fünften Satz beim 10:6 schon klar auf der Siegerseite, ehe der Verdener zum 10:10 ausglich. Vor dem nächsten Matchball dann unsere Auszeit. Und die machte sich bezahlt. Denn wie von Klaus vorgegeben, machte unser "Mäuschen" danach den Punkt und verkürzte auf 3:4. Die erste Führung dann nach den beiden Spielen im unteren Paarkreuz. Jan-Thomas und Kai gewannen jeweils in vier Sätzen zum 5:4.

In der zweiten Einzelrunde hatte Klaus gegen Rudek beim 8:4 im fünften Satz gegen Rudek scheinbar alles für sich geregelt. Aber Pustekuchen: Beim 9:9 war wieder alles offen. Davon aber völlig unbeeindruckt legte Klausi zunächst zum 10:9 vor, um dann nach einem Hinweis des Käptn's in der gleichen Art und Weise zum 11:9 nachzulegen. Die Verdener gaben sich aber nicht geschlagen und glichen im Anschluss zum 6:6 aus. Was folgte, war ein ganz starker Auftritt von Inken. Gegen Daasch, der zuvor erst ein Spiel verloren hatte, war sie jederzeit die dominierende Spielerin und gewann völlig verdient in vier Sätzen - 7:6. Damit war der Sieg zum Greifen nahe, zumal Jan-Thomas und Kai in ihren ersten Spielen einen guten Eindruck gemacht hatten. Und der sollte nicht täuschen. Zwar hatte Kai im zweiten Satz gegen Penholder-Chen einen kleinen Hänger, doch das 3:1 war letztlich völlig ungefährdet. Das Unentschieden war uns also schon mal sicher. Aber wir waren noch nicht satt - hatten ja auch nichts gegessen - und wollten natürlich mehr. Zunächst sah es aber danach aus, als sollten wir noch ins Schlussdoppel müssen, denn Jan-Thomas sah sich gegen Eduard Ludwig zunächst einem 0:2 gegenüber. Aber unser "Teacher" gab sich nicht so leicht geschlagen und stellte sein Spiel geschickt um. Das zeigte Wirkung bei seinem Gegner, denn der haderte immer mehr und hatte keine Antwort mehr auf die weichen "Lodder- und Mondbälle" von Jan-Thomas, der dann auch im fünften Satz nichts mehr anbrennen ließ und das 9:6 perfekt machte. Hut ab! Denn damit ist er weiter ungeschlagen.

Der einzige Nachteil des erfreulich verlaufenen Spiels. Es war wal wieder spät geworden und der Grieche somit keine Option mehr. Also ab in die Bodega nach Verden, zu der uns auch Jörn, der uns als Fan netterweise unterstützt hat, begleitet hat. Leider waren wir zu spät fürs Essen und mussten hungrig ins Bett. Na ja, fast hungrig. Denn zumindest zu einigen Portionen Nachos war die Küche noch in der Lage. Und laut einigen Insider Informationen soll ein Duo etwas später nach der Ankunft in Oyten doch noch etwas essbares gefunden haben....

Zwei Spiele vor dem Ende der Hinrunde können wir mit den erreichten 10:4-Punkten mehr als zufrieden sein. Aber es können auch gerne noch ein paar Punkte dazu kommen. Aber das wird nicht einfach, denn als nächstes erwarten wir den Titelfavoriten aus Bierden, der bis dato noch keinen Punkt abgegeben hat. Aber was nicht ist, kann ja noch werden, oder?

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